*„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“, sagte Helmut Schmidt im Jahre 1980. Heute – und für viele auch schon damals, ist klar: Visionen sind wie eine Kompassnadel, die uns im Dickicht die Richtung zeigt, in die wir gehen wollen.
Die Entwicklung einer Vision und Mission für Unternehmen sowie deren Wirkung wird von kleinen Unternehmen meiner Erfahrung nach eher unterschätzt. Das ist schade, denn diese wirken nach Außen UND nach Innen. Erst recht, wenn sie zusammen mit der Belegschaft erstellt wurden.
Die Unternehmens-Vision setzt Leitplanken für die Mitarbeitenden
Eine Vision dient der Orientierung für alle Mitarbeitenden – auch außerhalb des Marketings oder der Geschäftsführung. Sie beschreibt einen erstrebenswerten Zustand in der fernen Zukunft. Eine Vision benennt also etwas, nach dem das Unternehmen und die Menschen darin mit Ihrem Tun streben. Damit ist eine Vision richtungsweisend und Sinn stiftend. Simon Sinnek beschreibt das in seinem „Golden Circle“ als das „Why“.
Eine Unternehmensvision beschreibt weniger den Zustand oder die Ziele des Unternehmens in fünf oder zehn Jahren. Vielmehr geht es um das Große Ganze, also um einen Zustand „der Welt“ in einem bestimmten Kontext (dem Wirkfeld Ihres Unternehmens) und in einer unbestimmten und fernen Zukunft. Die Vision von Wikipedia Deutschland lautet zum Beispiel: „Unsere Vision ist eine Welt, in der jeder Mensch am Wissen der Menschheit teilhaben, es nutzen und mehren kann.“Dieser Zustand wird nicht in 5 Jahren sein, wenngleich wir in Europe das Gefühl haben, das es doch schon fast Realität ist. Anders ist es mit der 1975 revolutionären Gründungsvision von Microsoft: „Ein Computer auf jedem Schreibtisch und in jedem Zuhause“. 40 Jahre später ist sie in Japan, Nordamerika, Europa und anderen „reichen“ Länder schon so gut wie überholt, denn wir haben heute mit den Smartphone den Computer nicht nur auf „jedem“ Schreibtisch sondern sogar in „jeder“ Hand!
Eine Vision wird manchmal entwickelt, indem hausintern das Marketing oder die Geschäftsführung Ideen aufschreibt, gegenüberstellt und bewertet. Zum Einen frustriert dieses Vorgehen die Mitarbeitenden, deren Vorschläge aussortiert werden. Leider sind diese Visionen durch zu viel Kopfarbeit (=Denkarbeit) eher dröge und trocken. Für die Entwicklung einer Vision und Mission für ein Unternehmen ist es hingegen extrem wichtig, alle Sinne zu integrieren und diese somit emotional und bildlich zu formulieren.
Die Unternehmens-Mission gibt Orientierung für die Kunden
Eine Mission hingegen richtet sich an die Kunden und beantworten die Frage: „Warum gibt es uns?“. Sie benennt den Zweck beziehungsweise den Auftrag des Unternehmens. Eine Mission für Ihr Unternehmen wird entwickelt, indem Sie sich die Frage stellen: „Wie genau wollen wir diese Zukunft erreichen?“ „Was ist unser Beitrag dafür, die Vision Wirklichkeit werden zu lassen?“. Dabei ist es wichtig, dass die Antworten spezifisch und messbar / erkennbar sind. Statt „innovativ“ wird benannt, woran Innovation erkennbar ist, statt „beste Qualität“ wird benannt, wie diese definiert ist.
Suchen Sie Ihre individuelle Art und Weise, die Sie in der Geschäftsführung, in der Belegschaft und Ihr Unternehmen von anderen abhebt. Was zeichnet Sie speziell aus und macht Sie attraktiv! Beim Golden Circle wird das im „How“ beschrieben.
Dabei können Sie auch mehrere Missionen parallel haben. Wichtig ist, dass alle zu Ihrer Dienstleistung oder Ihrem Produkt passen. Ein Beispiel: Googles Mission ist es beispielsweise, die Informationen der Welt zu organisieren und für alle und zu jeder Zeit zugänglich und nutzbar zu machen. Passt, oder?
Auch für kleine Unternehmen sind Vision und Mission die Kompassnadeln für das Ziel und den Weg – sowohl für die Mitarbeiter:innen als auch für die Kunden.
Sinn und Beispiele für eine Vision und Mission
Eine Vision richtet sich an die Mitarbeitenden und benennt einen erstrebenswerten Zustand in der weiteren Zukunft. Sie dient der Orientierung, nach dem das Unternehmen und die Menschen darin mit Ihrem Tun streben.
Meine Vision als Business-Coaching in Berlin ist, „dass sich die Mitarbeiter:innen bei der Arbeit im Flow befinden, die Zusammenarbeit im Team nicht nur effizient, sondern auch inspirierend ist und dass Ihr Unternehmen so attraktiv ist wie nie zuvor.“
Klingt unerreichbar? Mal sehen (-;
Eine Mission richtet sich an die Kunden und beantwortet die Frage: Warum gibt es unser kleines Unternehmen? Was ist unser Beitrag, wie ist der Weg, um die Vision mit Ihnen, lieber Kunde, liebe Kundin, zu erreichen?
Um meine Vision als Business-Coaching zu verfolgen, habe ich folgende Mission an meine (potentielle) Kunden:
Ich stehe kleinen und mittleren Unternehmen sowie Teams als Reflektionspartnerin, Impulsgeberin und Gestalterin von Veränderungsprozessen zur Verfügung – in Berlin, Brandenburg und virtuell.
Darum braucht Ihr Unternehmen eine Vision und Mission
Die Unternhemens-Vision ist richtungsweisend für das Handeln Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, beim Treffen von Entscheidungen und Setzen von Prioriäten. Eine Vision dient der langfristigen Ausrichtung Ihres Unternehmens.
Die Unternehmens-Mission hingegen ist für Ihre Kunden gedacht. Sie beschreibt den Zweck Ihres Unternehmens und wie sie diesen realisieren. Wie gehen Sie vor?
Aber wichtiger als jeder Slogan ist es, dass Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Vision und Mission auch verfolgen, also leben!
Gerne bringe ich die Entwicklung einer Vision und Mission für Ihr kleines Unternehmen voran, ebenso deren Implementation. Schicken Sie mir eine e-mail, rufen Sie mich an oder machen Sie gleich einen Termin für ein unverbindliches Gespräch mit mir aus.
Bis dahin,
Claudia Seidel
Organisationscoachin – Beratung für kleine Unternehmen hinsichtlich Geschäftsmodell- und Organisationsentwicklung
INQA Coachin (wodurch eine bis zu 80% Förderung der Unternehmensberatung möglich ist)
Coaching Methoden
Für die Entwicklung einer Vision und Mission nutze ich verschiedene Methoden aus der Organisationsentwicklung und dem ChangeManagement. Gerne nutze ich im ersten Schritt mit Ihnen Knete, Ton, Bastelmaterial oder die Natur. So kommen alle Teilnehmer:innen erst einmal raus dem Kopf und rein ins kreative „Erleben“. Erst danach entwickeln wir Text bzw. Slogans.

